Die Birgit Werner Stiftung unterstützt die Nachwuchsarbeit der Kickers Frauen mit 5.211 Euro. Gemeinsam wollen beide Partner die jüngsten Talente sportlich und in ihrer Persönlichkeit stärken. Ein Benefiz-Firmenturnier im Sportpark Heuchelhof soll die längerfristige Zusammenarbeit 2027 fortsetzen.
Würzburg. Im Kinderfußball geht es um Tore, aber ebenso darum, Selbstvertrauen zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen und Gemeinschaft zu erleben. Eine Mitspielerin einzubeziehen kann genauso wichtig sein wie ein gelungener Pass. Diesem Verständnis von Nachwuchsförderung folgt die Partnerschaft zwischen der Birgit Werner Stiftung und den Kickers Frauen. Die Stiftung unterstützt die Nachwuchsteams mit einer Spende von 5.211 Euro. Besonders im Blick stehen dabei die jüngsten Mädchen und ihre Entwicklung weit über den Sport hinaus.
Ein Vermächtnis für die Zukunft
Die Stiftung erinnert an die Ärztin und Wissenschaftlerin Dr. Birgit Simone Werner, die im Mai 2019 an einer Krebserkrankung starb. Noch im selben Jahr gründeten ihre Eltern Renate und Karl-Heinz Werner die Stiftung. Damit verwirklichten sie den Wunsch ihrer Tochter, mit ihrem Nachlass anderen Menschen zu helfen.
Ein zentrales Anliegen ist die gleichberechtigte Teilhabe von Mädchen und Frauen am beruflichen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben. Mädchen und junge Frauen sollen darin bestärkt werden, selbstständig zu handeln und Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Sport und Musik werden ausdrücklich als Möglichkeiten dieser Förderung genannt. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung junge, an Krebs erkrankte Frauen, unter anderem durch zusätzliche psychotherapeutische Begleitung am Universitätsklinikum Würzburg.
„Wir möchten, dass Mädchen früh erleben, dass ihre Fähigkeiten zählen und ihre Stimme gehört wird. An der Arbeit der Kickers Frauen schätzen wir besonders, dass die Kinder nicht nur als Spielerinnen gesehen werden. Sie werden als Menschen ernst genommen und darin bestärkt, ihren eigenen Weg zu finden“, sagt Renate Werner.
Spielfreude und Selbstvertrauen
Die Partnerschaft knüpft unmittelbar an diesen Stiftungsgedanken an. Bei ihren jüngsten Nachwuchsteams stellen die Kickers Frauen die Freude am gemeinsamen Spiel in den Vordergrund. Die Mädchen sollen ihre Fähigkeiten entdecken, Entscheidungen ausprobieren und erleben, wie aus individuellen Stärken ein gemeinsames Spiel entsteht.
Persönlichkeitsentwicklung geschieht allerdings nicht automatisch, nur weil Kinder zusammen Fußball spielen. Sie braucht verlässliche Beziehungen, Ermutigung und Erwachsene, die Unterschiede respektieren. Sportlicher Ehrgeiz und ein aufmerksamer Blick auf das einzelne Kind gehören deshalb zusammen.
„Die Kickers Frauen verbinden sportlichen Anspruch mit Verantwortung für die Entwicklung der Mädchen. Wir möchten dazu beitragen, dass schon die Jüngsten gute Bedingungen vorfinden, um ihre Begabungen zu entdecken, Selbstvertrauen zu entwickeln und ihren Platz in einer Gemeinschaft zu finden“, erklärt Karl-Heinz Werner.
Förderung über den Trainingsplatz hinaus
Dass der Verein diesen Anspruch umfassend versteht, zeigt seine Strategie „VISION2030“. Sie verbindet sportliche Ausbildung mit individueller Begleitung und der Zusammenarbeit mit Familien und Schule. Eltern-Workshops und die Weiterqualifizierung der Trainerinnen und Trainer gehören dazu.
Ein konkretes Beispiel ist die Sport-OGS: In Kooperation mit der Grundschule Heuchelhof und weiteren Partnern verbindet der Verein Nachmittagsbetreuung, Lernbegleitung und Bewegung. Ein Schutzkonzept formuliert zudem Regeln gegen Gewalt, Diskriminierung und Grenzverletzungen. Die Spende unterstützt die Nachwuchsarbeit damit in einem Umfeld, das Förderung und Verantwortung zusammendenkt.
Eine Partnerschaft in beide Richtungen
Für 2027 planen Stiftung und Verein ein gemeinsames Benefiz-Firmenturnier im Sportpark Heuchelhof. Unternehmen sollen dort gemeinsam Fußball spielen und mit ihrem Engagement die Stiftung unterstützen. Der Erlös kommt deren Arbeit zugute.
„Wir danken Renate und Karl-Heinz Werner herzlich für ihre Unterstützung und das Vertrauen in unsere Nachwuchsarbeit. Uns verbindet das Ziel, Mädchen sportlich zu fördern und ihnen zugleich Selbstvertrauen, Eigenständigkeit und Gemeinschaft zu vermitteln. Wir verstehen diese Partnerschaft als längerfristige Zusammenarbeit. Mit dem Benefizturnier möchten wir auch selbst die wichtige Arbeit der Stiftung stärken“, sagt die Vereinsvorsitzende Gudrun Reinders.
Damit reicht die Kooperation über eine finanzielle Zuwendung hinaus. Beide Partner bringen ihre Möglichkeiten für ein gemeinsames Anliegen ein: Mädchen und jungen Frauen Entwicklungschancen zu eröffnen und sie darin zu bestärken, ihren eigenen Weg zu gehen.