Mit einem 2:1-Auswärtssieg beim bisherigen Spitzenreiter FFC Adelsberg-Karsbach setzt die U23 der FWK Frauen ihren erfolgreichen Saisonstart fort. Nina Schulz und Jessica Miller treffen für die junge Mannschaft von Chris Mader, die sich in einem umkämpften Spitzenspiel behauptet und nach fünf Spieltagen die Tabellenführung in der Bezirksoberliga übernimmt.
Es war die bislang anspruchsvollste Aufgabe der noch jungen Saison. Mit vier Siegen aus vier Spielen und lediglich zwei Gegentoren hatte sich der FFC Adelsberg-Karsbach an die Tabellenspitze gesetzt. Entsprechend selbstbewusst begannen die Gastgeberinnen, die bereits nach neun Minuten durch einen Lattentreffer von Juliane Iff ein erstes Ausrufezeichen setzten.
Doch die Kickers ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen. In der 26. Minute brachte Nina Schulz die Würzburgerinnen mit 1:0 in Führung. Ein wichtiger Treffer in einer Begegnung, in der beide Mannschaften wussten, wie viel auf dem Spiel stand. Mit diesem knappen Vorsprung ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Jessica Miller sorgt für die Vorentscheidung
Zur zweiten Halbzeit nahm Headcoach Chris Mader eine personelle Veränderung vor, die sich als ausgesprochen wirkungsvoll erweisen sollte. Für Katharina Akulinin kam Jessica Miller in die Partie. Die Offensivspielerin, die bereits in den vergangenen Wochen mit wichtigen Treffern auf sich aufmerksam gemacht hatte, benötigte gerade einmal 18 Minuten, um ihre Einwechslung zu rechtfertigen. In der 64. Minute erhöhte sie auf 2:0 und brachte die Kickers damit auf die Siegerstraße.
Entschieden war die Begegnung allerdings noch lange nicht. Adelsberg-Karsbach hatte seine ersten vier Saisonspiele nicht zufällig gewonnen und gab sich auch mit zwei Toren Rückstand nicht geschlagen. Die Gastgeberinnen blieben bis in die Schlussphase hinein gefährlich und kamen in der siebten Minute der Nachspielzeit durch Laura Rosenberger tatsächlich noch zum Anschlusstreffer. Für die Kickers wurden die letzten Augenblicke damit zu einer Prüfung ihrer Nervenstärke. Doch die junge Mannschaft brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und durfte nach dem Schlusspfiff einen wichtigen Auswärtserfolg feiern.
Eine bemerkenswerte Entwicklung
Fünf Spiele, fünf Siege und 17 erzielte Tore: Die Bilanz der U23 kann sich sehen lassen. Nach den erfolgreichen Auftritten gegen Veitshöchheim, Schweinfurt, Bastheim und Aschaffenburg gelang nun auch beim bisherigen Tabellenführer ein Sieg. Dabei ist weniger die Tabellenposition als vielmehr die Entwicklung der außergewöhnlich jungen Mannschaft bemerkenswert.
Mit einem Kader, dessen Spielerinnen überwiegend noch am Anfang ihrer Laufbahn im Frauenfußball stehen, gelingt es zunehmend, individuelle Ausbildungsfortschritte mit mannschaftlicher Geschlossenheit zu verbinden. „Wir haben heute gegen einen wirklich guten Gegner gespielt, der uns einiges abverlangt hat. Nicht alles war perfekt, aber die Spielerinnen haben gezeigt, dass sie auch schwierige Phasen gemeinsam bewältigen können. Genau darum geht es uns in der Ausbildung. Dass wir jetzt Tabellenführer sind, ist eine schöne Bestätigung, aber kein Grund, in unserer Entwicklung nachzulassen“, ordnet Headcoach Chris Mader den Erfolg ein.
Mit 15 Punkten aus fünf Spielen steht die U23 nun an der Spitze der Bezirksoberliga. Ein erfreulicher Zwischenstand, der angesichts der noch langen Saison allerdings mit der notwendigen Zurückhaltung betrachtet werden sollte. Schon am kommenden Sonntag, 25. Oktober, wartet die nächste Aufgabe: Um 12 Uhr empfängt die Mannschaft die DJK Stadelschwarzach im Sportpark Heuchelhof. Dann wird es darum gehen, die zuletzt gezeigten Leistungen zu bestätigen und den nächsten Entwicklungsschritt zu machen.
Denn bei aller Freude über den gelungenen Saisonstart bleibt die wichtigste Aufgabe der U23 unverändert: junge Talente auf die Anforderungen des leistungsorientierten Frauenfußballs vorzubereiten. Dass sich dieser Anspruch und sportlicher Erfolg gut miteinander verbinden lassen, zeigen die ersten fünf Spieltage eindrucksvoll.