Mit dem vierten Sieg im vierten Saisonspiel setzt unsere U23 ihren bemerkenswerten Start in die Bezirksoberliga fort. Gegen die Kickers aus Aschaffenburg gewann das jüngste Team der Liga mit 2:1 und steht damit nach vier Spieltagen bei der Maximalausbeute von zwölf Punkten.
Der Erfolg war verdient – auch wenn die Gäste den Nachwuchs-Kickers zwischenzeitlich eine deutlich spannendere Schlussphase bescherten, als es der Spielverlauf lange erwarten ließ. Von Beginn an übernahm die U23 die Initiative. Würzburg hatte mehr vom Spiel, lief den Gegner früh an und schaffte es immer wieder, Aschaffenburg weit vom eigenen Tor fernzuhalten. Was zunächst noch fehlte, war die Belohnung für einen konzentrierten und spielerisch reifen Auftritt. Die besorgte schließlich Anja Hemmert: In der 34. Minute brachte sie die Kickers mit 1:0 in Führung.
Auch danach blieb die Mannschaft von Chris Mader das aktivere Team. Gerade für eine Mannschaft, deren Kader überwiegend aus Nachwuchsspielerinnen besteht, war bemerkenswert, mit welcher Ruhe die U23 ihre Spielidee verfolgte. Aschaffenburg blieb allerdings im Spiel und nutzte schließlich einen Strafstoß zum Ausgleich. Maja Ackermann verwandelte für die Gäste vom Punkt.
Dass die Partie nach dem Ausgleich nicht kippte, war vielleicht die wichtigste Erkenntnis dieses vierten Spieltags. Die U23 blieb bei sich, erhöhte wieder den Druck und suchte weiter konsequent den Weg nach vorne. In der 74. Minute war es Jasmin Kießling, die Würzburg erneut in Führung brachte. Ihr Treffer zum 2:1 sollte zugleich die Entscheidung sein.
„Wir haben heute nicht alles perfekt gemacht, aber genau solche Spiele sind für die Entwicklung unserer jungen Mannschaft enorm wertvoll. Nach dem Gegentor sind wir ruhig geblieben, haben weiter Fußball gespielt und uns den Sieg erarbeitet. Vier Siege aus vier Spielen sind natürlich stark. Entscheidend ist für mich aber, wie die Spielerinnen gerade lernen, solche Situationen gemeinsam zu lösen“, bilanzierte U23-Trainer Chris Mader.
Damit steht nach vier Spieltagen eine Bilanz, die vor Saisonbeginn wohl nur die kühnsten Optimist ins Klassenbuch geschrieben hätten: vier Spiele, vier Siege, zwölf Punkte. Für das jüngste Team der Bezirksoberliga ist das mehr als ein gelungener Saisonstart. Es ist der nächste Beleg dafür, dass Jugend im Fußball nicht zwangsläufig Lehrgeld bezahlen muss. Manchmal kassiert sie auch einfach die drei Punkte.