12.12.2021

Überaus positive Bilanz

Seit zwei Jahren wird der Mädchen- und Frauenfußball am Heuchelhof unter dem Dach der Kickers-Familie angeboten. Grund genug für den Verein, seine Mitglieder zu Stärken und Perspektiven der Vereinsentwicklung zu befragen. Und die Stimmung im Verein ist insgesamt sehr positiv, vor allem die Zufriedenheit mit den TrainerInnen und der Infrastruktur ist überwältigend hoch. Überraschende Einblicke bietet die Mitgliederbefragung in die Rolle der Regionalpresse. Und dann ist da noch die offene Frage nach den Sitzkissen.

 


Das Wichtigste dieser Meldung in Kürze

  • Hohe Zufriedenheit der Spielerinnen und Familien mit den TrainerInnen
  • Sanierung des Sportpark Heuchelhof kommt sehr gut an
  • Webseite des Vereins hat große Bedeutung
  • Regionalpresse mit geringem Stellenwert

 

„Weiter so“ und „Es ist alles prima“ sind nur zwei der vielen positiven Rückmeldungen, die die Mitglieder des Mädchen- und Frauenfußballs der Würzburger Kickers bei der Befragung Anfang Dezember diesen Jahres gegeben haben. Fast die Hälfte der aktiven Spielerinnen und Familien haben am Stimmungsbild mitgewirkt und ihre Sichtweise auf ihren Verein mitgeteilt. Allein die hohe Beteiligung zeigt, dass den Mitgliedern ihre Kickers-Familie am Herzen liegt.

 

Befragt wurden die Vereinsmitglieder zur Zufriedenheit mit verschiedenen Aspekten des Vereins, der Nutzung verschiedener Medien sowie der erlebten Betreuung durch den Verein. Dabei zeigte sich für den jungen verein eine hohe Zufriedenheit in den verschiedenen Bereichen. Immerhin 95 Prozent sind mit den TrainerInnen in ihren Teams zufrieden bis sehr zufrieden. „Das ist für alle im Team eine wirklich tolle Rückmeldung“, kommentiert Maren Fuchs als für den Spielbetrieb zuständiger Vorstand das Ergebnis. „Denn es zeigt, dass das sehr große Engagement der TrainerInnen bei den Spielerinnen und Familien ankommt und von ihnen geschätzt wird“.

 

Hohe Zufriedenheit mit dem Sportpark

 

Die 20 ÜbungsleiterInnen und ihr BetreuerInnen-Team können sich also über das große Vertrauen ihrer Schützlinge freuen. „Das gilt von der U8 bis zu den Frauen, die Zufriedenheit ist über alle Teams hinweg sehr groß“, so Fuchs und zeige auch, dass nicht nur die Personalauswahl, sondern auch die regelmäßigen Workshops des Vereins Früchte tragen. „Der Zusammenhalt ist zwischen den Mannschaften sehr groß, das ist uns sehr wichtig“. Dazu trägt auch bei, dass sich über 90 Prozent der Spielerinnen bei Fragen zu Vereinsinfos an ihre TrainerInnen wenden.

 

Aber auch ein gutes Umfeld für Trainings- und Spielbetrieb sind für einen Verein mit so vielen Teams von Vorteil. Mit dem in den letzten drei Jahren rundweg sanierten Soccergirl-Sportpark am Heuchelhof sind die Mitglieder vollends zufrieden. Mit 98 Prozent positiven Rückmeldungen erinnert das Ergebnis eher an sozialistische Wahlen als an eine differenzierte Rückmeldung. „Wir mussten zunächst schon ein bisschen schmunzeln, als wir diese Zahlen gelesen haben“, so Heinz Reinders, Marketing-Vorstand und hauptberuflich Bildungsforscher an der Universität Würzburg. „Aber erstens haben wir das Know-How für zuverlässige Umfragen und zweitens würde es uns für die Verbesserung des Vereins kaum helfen, nicht belastbare Ergebnisse zu produzieren.“

 

Vielmehr kommt bei den Mitgliedern der Kraftakt bei der Sanierung des Sportparks der letzten Jahre außerordentlich gut an. Der neue Kunstrasen, die moderne LED-Flutlichtanlage, die neue Tribüne und Beregnungsanlage für den Hauptplatz und jüngst die Komplett-Sanierung des Vereinsheims waren lohnende Verbesserungen der Infrastruktur. „Das sehen die Spielerinnen natürlich und wissen das sehr zu schätzen“, so Reinders.

 

Webseite wichtiges Info-Portal

 

Auch mit den Informationen des Vorstands an die Mitglieder zeigt sich eine hohe Zufriedenheit. Immerhin neun von zehn Befragten zeigt sich mit diesem Austausch zufrieden, vereinzelt wurde der Wunsch geäußert, auch tagesaktuelle Entscheidungen an die Mitglieder zu kommunizieren. „Das nehmen wir als Hinweis sehr dankbar auf und hilft uns, hier geeignete Instrumente neu zu entwickeln“, so Reinders. Hierzu gehören der neue Newsletter an die Mitglieder und die neue Rubrik #kickersfamilie auf der Webseite des Vereins.

 

Denn die wird von den Mitgliedern sehr geschätzt. Fast 95 Prozent der Mitglieder sind mit dem Angebot auf der Webseite sehr zufrieden oder zufrieden, sie wird regelmäßig für Informationen aus dem Verein und dem Spielbetrieb genutzt. Drei Viertel der Mitglieder nutzen das Webangebot unter www.fwk-frauen.de regelmäßig und wollen es zukünftig noch viel stärker nutzen. Für drei Viertel der Befragten nimmt die Bedeutung der Webseite als Informationsportal zu. „Das bedeutet für uns, das Webangebot noch weiter auszubauen und den Informationsgehalt zu stärken“ so Reinders, der auch die steigende Nachfrage nach einem vereinsinternen Newsletter ernst nimmt. Jedes zweite Mitglied will diesen neu geschaffenen Kommunikationsweg in Zukunft häufig nutzen.

 

Regionalpresse vereinsintern kaum relevant

 

Facebook hingegen hat an Bedeutung abgenommen. So wie das Portal allgemein eher bei Personen über 30 beliebt ist, so setzen bei den Kickers-Frauen auch die älteren Spielerinnen tendenziell auf das Facebook-Angebot des Vereins. Die andere Hälfte, vor allem die jüngeren Spielerinnen, nutzt dieses Portal kaum noch. Dort steht Instagram eher hoch im Kurs (54 Prozent) und vor allem wird die Webseite häufig genutzt (78 Prozent).

 

Keine Rolle hingegen spielen Informationen aus der Regionalpresse. Nicht einmal 15 Prozent der Mitglieder nutzen die Mainpost als Informationsquelle und Gründe hierfür werden in den offenen Antworten zahlreich genannt. „Vereinsintern ist die Mainpost damit leider irrelevant und wir können das unseren Mitgliedern auch nicht verübeln. Wenn zu einem DFB-Pokalspiel wie gegen Hoffenheim niemand von der Mainpost kommt und Spielberichte vom Spielverlauf aus dem Internet abgeschrieben wird, gibt es da auch wirklich keinen Mehrwert“, hat Reinders Verständnis für seine Mitglieder.

 

Vielleicht liegt das Fernbleiben der Presse aber auch an den fehlenden Sitzkissen, die von einem/r Befragten bei den Mitgliederrückmeldungen erbeten wurden. „Das ist für unsere Heimspiele wirklich eine tolle Idee“, so Maren Fuchs, die versprach, hier Abhilfe zu schaffen. Und fügt augenzwinkernd hinzu: „Wenn es so leicht ist, als Verein noch besser zu werden, dann haben wir in den ersten zwei Jahren unseres Bestehens nicht alles falsch gemacht“. Wie gut die Sitzkissen ankommen, will der Vorstand dann im nächsten Winter abfragen, wenn die Mitglieder erneut zu Wort kommen sollen.

 

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