Zwei Tore von Jessica Miller, reichlich Ballbesitz und erstmals in dieser Ligasaison eine weiße Weste: Die FWK-Frauen haben den SC Regensburg mit 2:0 bezwungen. Mit dem zweiten Heimsieg in Folge hält die Mannschaft von Marius Wiederer Anschluss an die oberen Tabellenplätze.
Jessica Miller hatte die wichtigste Angelegenheit dieses Sonntagnachmittags bereits vor der Pause erledigt. In der 21. Minute brachte sie die Kickers-Frauen am Heuchelhof in Führung, in der 39. Minute legte sie das 2:0 nach. Doppelt hält bekanntlich besser, in diesem Fall hielt es bis zum Abpfiff. Vor 50 Zuschauenden schuf die Würzburgerin damit die Grundlage für drei weitere Punkte am dritten Spieltag der Bayernliga. Aus dem Vorsprung zur Halbzeit wurde schließlich das Endergebnis. Ein überschaubarer Arbeitsaufwand für die Anzeigetafel, ein ausgesprochen erfreulicher für das Würzburger Punktekonto. BFV-Spielverlauf
Der Ball hatte eine bevorzugte Adresse
Wie ausgeprägt die Würzburger Ballbesitzphasen waren, zeigt die Spielstatistik: 65 Prozent stehen für die Gastgeberinnen zu Buche, 35 Prozent für Regensburg. Dazu kommen 349 angekommene Pässe gegenüber 174 auf der anderen Seite. Die FWK-Frauen brachten den Ball damit praktisch doppelt so häufig zur Mitspielerin. Wer an diesem Nachmittag nach dem Spielgerät suchte, war bei Rot also meistens an der richtigen Adresse. Die Zahlen sprechen für eine Mannschaft, die ihre Aktionen über das Zusammenspiel entwickeln und selbst Einfluss auf den Rhythmus der Begegnung nehmen konnte.
Dass dazu auch Widerstandsfähigkeit gehörte, zeigt derselbe Statistikbogen. Regensburg verbuchte 16 Schüsse gegenüber acht Würzburger Abschlüssen und sieben Ecken gegenüber zwei. Die Gäste suchten ihre Möglichkeiten durchaus. Umso wertvoller war es, dass die Kickers-Frauen ihre eigenen Chancen in zwei Treffer ummünzten und umgekehrt ohne Gegentor blieben. Die Null hinter Torhüterin Janne Wagner war damit ein wesentlicher Teil dieses Erfolgs. Ballbesitz, Torausbeute und das gemeinsame Absichern des Ergebnisses ergänzten sich zu einer überzeugenden Bilanz.
Fünf Wechsel, drei Punkte und der Blick nach oben
In der zweiten Halbzeit verteilte Wiederer die Verantwortung auf weitere Schultern. Nach 59 Minuten kamen Lisa Blum für Kapitänin Jule Dickmeis und Isabell Heinisch für Felina Hommel. Später folgten Paula Laub für Laura Gerst, Sarah Zottmann für Mia Wald und Jule Mühl für Doppeltorschützin Miller. Insgesamt fünf frische Kräfte halfen dabei, den Vorsprung bis zum Ende zu bewahren. Die personellen Veränderungen brachten keine Änderung mehr am Spielstand. Für die FWK-Frauen blieb es bei einem Nachmittag, an dem vorne zwei entscheidende Momente genügten und hinten die Null Bestand hatte.
Der Lohn ist Platz fünf mit sechs Punkten und 6:5 Toren aus drei Begegnungen. Zum drittplatzierten 1. FFC Hof fehlt lediglich ein Zähler, die beiden führenden Mannschaften aus Nürnberg und von Wacker München stehen bei jeweils neun Punkten. Besonders reizvoll: Am kommenden Sonntag reisen die Kickers-Frauen direkt nach Hof. Die nächste Gelegenheit, den Anschluss nach oben weiter zu festigen, steht damit bereits im Spielplan. Zwei Heimsiege hintereinander und das erste Ligaspiel ohne Gegentreffer liefern dafür eine gute Grundlage.
Aufstellung: Wagner; Wald (78. Zottmann), Wünsch, Yüksel, Schindler, Miller (84. Mühl), Dickmeis (C, 59. Blum), Rüppel, Stegmann, Hommel (59. Heinisch), Gerst (69. Laub).
Foto: Paul Zottmann