24.05.2026

Wir sind Hartplatz-Helden

Am 22. Mai wurden die FWK-Frauen für ihr Engagement im Mädchen- & Frauenfußball durch die Hartplatz-Helden, einer Intitative für die Stärkung des Amateuerfußballs, in der Berliner Robert-Bosch-Stiftung geehrt. In der Laudatio der Hartplatz-Helden werden die besonderen Momente noch einmal betont und die Ehrung für den Vorstand als besonderes Zeichen an den Standort Würzburg hervorgehoben.

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gudrun, lieber Heinz Reinders,

 

heute haben wir die besondere Ehre, zwei Menschen zu würdigen, die die Ideale der Hartplatz-Helden in besonderer Weise verkörpern. Gudrun und Heinz Reinders stehen mit ihrem Engagement für den Amateurfußball und insbesondere für den Mädchen- und Frauenfußball in Würzburg für weit mehr als sportliche Förderung. Ihr Einsatz ist nachhaltig, vorbildlich und setzt Maßstäbe für gesellschaftliche Verantwortung, Integrität, Teilhabe und Chancengleichheit.

 

Heinz Reinders, Professor für Empirische Bildungsforschung an der Universität Würzburg, verbindet in seinem Engagement wissenschaftliche Expertise mit praktischer Vereinsarbeit. Bereits 2014 gründete er das bundesweit erste Nachwuchsförderzentrum für Juniorinnen im Fußball. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur, Träger des Nachwuchsförderpreises der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft und engagiert sich in verschiedenen Jurys zur Vergabe von Preisen im Bereich der Kinder- und Jugendförderung, unter anderem bei der Dirk-Nowitzki-Stiftung und der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg. Mit seiner Arbeit zeigt er, wie Forschung, Bildung und Sport zusammenwirken können, um jungen Menschen konkrete Entwicklungsräume zu eröffnen.

 

Als Vorstand und langjähriger Juniorinnen-Trainer beim FC Würzburger Kickers Mädchen- und Frauenfußball e.V. lebt er die Prinzipien der Nachwuchsförderung jeden Tag. Er entwickelt innovative Trainings- und Bildungsprojekte, gestaltet Strukturen und übernimmt Verantwortung dort, wo andere oft nur über Förderung sprechen. Gudrun Reinders trägt diese Arbeit mit unermüdlichem organisatorischem Geschick, großer Verlässlichkeit und leidenschaftlicher Führung mit. Gemeinsam bilden beide ein Team, das Ideen nicht nur formuliert, sondern umsetzt.

 

Bereits 2010 haben Gudrun und Heinz Reinders den Mädchenfußball am Heuchelhof auf den Weg gebracht. Ihr Ziel war von Beginn an klar: Mädchen aus unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen sollen Zugang zum Fußball erhalten. Aus dieser Idee sind Netzwerke, Schulkooperationen, Förderangebote und Projekte entstanden, die weit über den Sport hinausreichen. Mädchenfußball wird bei ihnen nicht als Randthema verstanden, sondern als Beitrag zu Bildung, Teilhabe und gesellschaftlicher Integration.

 

Ein aktuelles Beispiel dafür ist das Projekt HerzRasen. Es schafft zusätzliche Trainingsmöglichkeiten, eröffnet neue Kapazitäten für weitere Talente und setzt ein klares Zeichen für Gleichberechtigung im Sport. Wo vielerorts über fehlende Plätze, fehlende Strukturen und fehlende Sichtbarkeit geklagt wird, haben Gudrun und Heinz Reinders konkret gehandelt. Sie schaffen Infrastruktur, sichern Trainingsangebote und machen sichtbar, dass Mädchen und Frauen im Fußball dieselben Chancen verdienen wie Jungen und Männer.

 

Genau darin liegt der Kern der Hartplatz-Helden. Amateurvereine sind Miniaturen unserer Gesellschaft. Sie stärken Demokratie, fördern Ehrenamt, ermöglichen Teilhabe und schaffen Orte, an denen Gemeinschaft praktisch erfahrbar wird. Gudrun und Heinz Reinders verkörpern diese Botschaft in jeder ihrer Initiativen. Sie sichern Infrastruktur, schaffen inklusive Trainingsangebote, fördern gesellschaftliche Integration und machen Mädchenfußball in Würzburg sichtbar, attraktiv und zukunftsfähig.

 

Ihr Engagement erfüllt in besonderer Weise die Kriterien, für die die Hartplatz-Helden stehen: herausragender Einsatz im Amateurfußball, Stärkung von Gemeinschaft, Förderung von Chancengleichheit und demokratischem Miteinander. Mit ihrem offenen Brief an den Würzburger Stadtrat haben sie zudem deutlich gemacht, dass nachhaltige Talentförderung und Gleichberechtigung im Sport nicht allein Aufgaben des Ehrenamts sind, sondern auch Fragen kommunaler Verantwortung. Sie belegen mit Zahlen, Analysen und klaren Argumenten, dass Mädchen im Würzburger Sport strukturell benachteiligt werden, und sie fordern Maßnahmen, die ihre sozialen und sportlichen Chancen verbessern.

 

Damit wirkt ihr Engagement nicht nur lokal, sondern auch strukturell. Gudrun und Heinz Reinders verändern Rahmenbedingungen. Sie sind nicht nur Vorbilder für sportliche Exzellenz, sondern auch für gesellschaftliche Verantwortung. Sie zeigen, wie Ehrenamt, Bildung und Sport ineinandergreifen können, um jungen Menschen Chancen zu eröffnen und ganze Gemeinschaften zu stärken.

 

Bitte begrüßen Sie mit uns Gudrun und Heinz Reinders: zwei echte Hartplatz-Helden, die mit ihrem Engagement den Amateurfußball beleben, den Mädchen- und Frauenfußball stärken und Demokratie, Teilhabe und Zusammenhalt auf und neben dem Spielfeld erfahrbar machen.

 

Foto: Marc Stiegler

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