Ihr kennt uns ja nun mittlerweile in- und auswändig. Im Großen und Ganzen sind wir ja nun wirklich keine Anhänger verklärender Nostalgie. Früher war alles besser, die Jugend von heute, damals hatten wir noch richtige Winter – ihr wisst schon, diese Kategorie von Weisheiten, bei denen man innerlich sofort abschaltet.
Damals war auch nicht alles schlecht, das hat bei uns Tradition – das sind genau die Sprüche, die echt keiner hören will. Die kommen ungefähr so gut an wie „Oh, du bist aber groß geworden“, begleitet von diesem mitleidig-stolzen Blick, den wirklich niemand braucht.
Und trotzdem. Ganz ohne Rückblick geht es dann eben doch nicht. Denn 2025 war auch nicht alles schlecht, um ehrlich zu sein sogar ziemlich viel richtig gut. Jahresrückblicke haben bei uns Tradition, nicht weil wir verklären wollen, sondern weil sie zeigen, wie weit wir gekommen sind, was wir bewegt haben und wie groß wir mittlerweile geworden sind. Ein bisschen Selbstvergewisserung darf sein, ein bisschen Stolz auch – solange man dabei nicht anfängt, alles in Sepiatönen zu färben.
Also machen wir es wie früher, aber mit Augenzwinkern. Werft die VHS-Kassette in den Videorekorder, klopft einmal auf das Gehäuse, falls das Bild flackert, schaltet den Röhrenfernseher an und dreht vorsichtig am Lautstärkeregler. Macht es euch bequem, lehnt euch zurück und genießt unsere gute alte Tradition des Videos des Jahres. Ohne Pathos, ohne Verklärung, aber mit vielen Momenten, die man ruhig noch einmal sehen darf. Das war 2025.