23.04.2026

Girls’ Day an der Frauenfußball-Akademie

Der diesjährige Girls’ Day an der Frauenfußball-Akademie der Universität Würzburg erwies sich erneut als voller Erfolg. Insgesamt 30 Schülerinnen im Alter von 13 bis 18 Jahren nutzten die Gelegenheit, einen fundierten Einblick in ein hochdynamisches und zugleich anspruchsvolles Berufsfeld zu erhalten. Die Teilnehmerinnen reisten aus einem weiten Einzugsgebiet an – von Augsburg bis Miltenberg, von Tauberbischofsheim bis Amorbach – sowie von der Partnerschule St. Ursula in Würzburg.

 

Im Zentrum des Programms stand die praxisnahe Auseinandersetzung mit leistungsdiagnostischen Verfahren im Sport. Unter Anleitung des Teams der Frauenfußball-Akademie – bestehend aus Dr. Mareen Wiechers, Dr. Jonathan Rudingsdorfer und Marius Wiederer – durchliefen die Schülerinnen verschiedene Teststationen. Dazu gehörten Sprintmessungen, Agilitätstests wie der Three Cone Drill, der Illinois Agility Test sowie der Arrowhead-Test, ebenso wie Verfahren zur Erfassung der Sprungkraft. Ergänzend wurden Testinstrumente aus dem motorischen Basiskompetenzbereich (MOBAK) vorgestellt.

 

Ganzheitliches Verständnis von Leistungsdiagnostik

 

Über die rein motorische Diagnostik hinaus erhielten die Teilnehmerinnen auch Einblicke in die Erhebung kognitiver und psychologischer Leistungsmerkmale im Spitzensport. Damit wurde ein integratives Verständnis von Leistungsfähigkeit vermittelt, das physische, mentale und kognitive Komponenten gleichermaßen berücksichtigt. Parallel dazu wurden grundlegende Messmethoden sowie physikalische Prinzipien erläutert, die den diagnostischen Verfahren zugrunde liegen.

 

Begeisterung für Wissenschaft und Praxis

 

„Unser Ziel ist es, jungen Frauen frühzeitig zu zeigen, wie vielfältig und anspruchsvoll sportwissenschaftliche Arbeit ist – und dass sie in diesem Feld dringend gebraucht werden“, betont Dr. Mareen Wiechers. „Die Begeisterung und das Interesse der Teilnehmerinnen zeigen, wie groß das Potenzial ist, wenn wir entsprechende Zugänge schaffen.“ Auch Dr. Jonathan Rudingsdorfer hebt die strukturelle Dimension hervor: „Leistungsdiagnostik im Sport ist ein hochinterdisziplinäres Feld, das naturwissenschaftliche, technische und pädagogische Kompetenzen verbindet. Gerade deshalb ist es wichtig, gezielt Mädchen und junge Frauen anzusprechen und ihnen konkrete Perspektiven für Studium und Beruf aufzuzeigen.“

 

Beitrag zur Öffnung eines männlich geprägten Berufsfeldes

 

Der Girls’ Day an der Frauenfußball-Akademie leistet damit einen Beitrag zur Öffnung eines nach wie vor stark männlich geprägten Berufsfeldes. Durch die Verbindung von sportpraktischer Erfahrung, wissenschaftlicher Fundierung und persönlicher Ansprache wird ein nachhaltiger Impuls gesetzt, der über den Veranstaltungstag hinauswirkt. Für viele der Teilnehmerinnen dürfte dieser Tag nicht nur ein informativer Einblick gewesen sein, sondern ein möglicher Ausgangspunkt für eine zukünftige akademische und berufliche Laufbahn in den Natur- und Sportwissenschaften.

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