13.01.2024

Die Säulen der Kickers-Welt

Das neue Jahr steht an und die Kickers-Frauen starten mit einem gut aufgestellten Trainer:innen-Team in die Rückrunden von der U7 bis zu den Frauen. Mit neun Frauen von insgesamt einundzwanzig Trainer:innen sind die Würzburgerinnen auch bei der Förderung weiblicher Führungskräfte bayernweit vorne mit dabei.

 

„Das sind unsere Säulen, das sind die Säulen der Kickers-Mädchen und Frauen“. So beschreibt Gudrun Reinders das Trainer:innen-Team, mit dem die Rothosen vom Heuchelhof in das neue Jahr starten. „Nur durch das Engagement der Trainer:innen auf und neben dem Platz können wir unseren über 150 Spielerinnen das hochwertige Training und die gute Betreuung bieten“, ist die für die Frauen zuständige Kickers-Chefin überzeugt. Und freut sich gleichzeitig, dass die Kickers nicht wie andere Vereine Probleme bei der Trainer:innen-Suche haben.

 

Insbesondere suchen die #fwkfrauen gezielt nach Frauen, die sich als Trainerinnen engagieren und fortbilden wollen. Immerhin vierzig Prozent der Coaches bei den Kickers sind Frauen, dazu zählen auch die drei Trainerinnen, die Fußball-AGs für den Verein an den Partnerschulen anbieten. Erst kürzlich hat der Verein gemeinsam mit dem Bayerischen Fußball-Verband zwei Trainerinnen-Fortbildungen angeboten, die sich ausschließlich an Frauen gerichtet haben. „Wir brauchen diese Vorbilder für die Mädchen, damit sie sehen, dass Fußball genauso von Mädchen gespielt wird“, begründet Reinders die besonders intensiven Bemühungen um Trainerinnen.

 

Große Bedeutung von Trainerinnen

 

Einige aus dem Team sind ganz neu dabei. So wie Karina Wilhelms, die vor Kurzem dazugestoßen ist und gemeinsam mit Tim Schmalzbauer die U10 trainiert. Andere wiederum, so wie Laura Weckerle sind bereits in ihrer zweiten Saison am Heuchelhof. Und dann sind da noch die Jungtrainerinnen wie Karolina Sajevic oder Anna Reinders, die aus der eigenen Kickers-Talentschmiede stammen und bereits als 16- bzw. 17-Jährige Verantwortung für die Bambinas übernehmen.

 

Gemeinsam ist allen Trainer:innen die Begeisterung und das Engagement für ihre Teams. „Am Anfang wollte ich eigentlich gar nicht so richtig einsteigen als Trainerin“, erzählt Laura Weckerle von ihren Anfängen als Trainerin, „aber dann hat es mit den Mädels so viel Spaß gemacht, dass ich gar nicht anders konnte“. Sie würde sich als Trainerin aus Leidenschaft bezeichnen und genießt das, was ihr die Spielerinnen für ihr Engagement an Wertschätzung zurückgeben.

 

"Toll zu sehen, wie sich die Mädels verbessern"

 

Auch Behzad Yanati wollte bei seinem Einstieg einfach nur ein wenig beim Training unterstützen, hat dann aber immer mehr gemerkt, wie viel Spaß es macht, die Spielerinnen in ihrer Entwicklung zu begleiten. „Das ist schon toll zu sehen, wie sich die Mädels verbessern und anfangen, Spiele gegen die Jungs zu gewinnen“, so der ehemalige U19-Spieler der Kickers. Mittlerweile trainiert er nicht nur die U11 zusammen mit Laura, sondern ist auch im Training beim Nachwuchsförderzentrum für die U17-Juniorinnen mit zuständig.

 

Behzads Bruder Farzad hat sich von der Begeisterung seines Bruders anstecken lassen und coacht gemeinsam mit Ayoka Besigk die U14-2. Auch Farzad ist ein junger Trainer und ein besonderes Markenzeichen der Kickers-Trainer:innen ist der junge Altersdurchschnitt. Mit Ausnahmen wie dem Torwarttrainer-Dino Michael Hoffmann sind die meisten Kickers-Coaches zwischen 20 und 25 und studieren. Sie kennen sich aus dem Studium und verbringen auch außerhalb ihres Trainer:innen-Jobs Zeit gemeinsam. „Uns ist es wichtig, dass wir die nächste Trainer:innen-Generation junger Menschen für dieses Engagement begeistern können und dass wir sie qualifizieren“, beschreibt Gudrun Reinders die Philosophie.

 

Qualifikation im Verband und im Verein

 

So erwerben die Trainer:innen nicht nur ihre B-Lizenzen beim Verband, sondern werden auch bei internen Fortbildungen zu Themen rund um Fußball, Teamführung und Persönlichkeitsentwicklung qualifiziert. Ergänzend hierzu nutzen zahlreiche Trainer:innen auch das Programm 41Campus der Dirk-Nowitzki-Stiftung, um sie auf zukünftige Führungsaufgaben vorzubereiten. „Was wir hier im Verein für Möglichkeiten bekommen, uns selbst auszuprobieren und uns zu qualifizieren, das ist schon was Besonderes. Das motiviert sehr, sich als Trainer zu engagieren“, fasst Alexander Senft seine Motivation zusammen.  

 

Fragt man Jugendvorstand Jonathan Rudingsdorfer nach dem Geheimnis des Erfolges, muss der Leiter des Nachwuchsförderzentrums nicht lange überlegen. „Das Team hat einfach Spaß an ihrem Engagement, die sind alle mit Herzblut dabei. Da müssen wir als Verein gar nicht so viel machen“. Er fügt noch hinzu: „Wir machen keinen Druck beim sportlichen Erfolg, den wollen alle Trainer:innen selber, so ehrgeizig wie sie sind. Uns ist viel wichtiger, dass alle gemeinsam die Philosophie des Miteinanders leben.“ Und das sei in diesem tollen Team in ganz besonderer Weise gegeben.

 

Bildtitel: Die aktuellen Trainer:innen der Kickers-Mädchen und -Frauen (v.l.n.r.: Ayoka Besigk, Fabian Ritter, Tim Schmalzbauer, Farzad Yanati, Karina Wilhelms, Chris Mader, Anna Reinders, Michael Hoffmann, Anna Schuster, Alexander Senft, Laura Weckerle, Behzad Yanati, Marius Wiederer, Jonathan Rudingsdorfer, Katharina Meyer-Götz. Es fehlen: Karolina Sajevic, Lena Wirth, Michael Hartmann, Heinz Reinders, Rebekka Obergfäll)

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