Relegation Hinspiel 2021/22


 

29.05.2022

Unentschieden mal ganz aufregend

FC Würzburger Kickers
0 : 0
Eintracht Frankfurt III

Spielbericht

Ein Null-zu-Null klingt deutlich anders als eine rote Karte nach Tumult. Es klingt auch anders als ein indirekter Freistoß drei Meter vor dem Tor der Frankfurterinnen. Und erst recht klingt ein Null-zu-Null nicht nach den zahlreichen Torchancen, die mal von der Latte und mal von der Anne von der Linie gekratzt wurden. Das war das häufig zitierte Null-zu-Null der besonderen Art. Im Rückspiel in Frankfurt geht es dann um alles – für beide Teams.

 

Gute Bühne im Soccergirl-Sportpark Heuchelhof. Glatte 100 Zuschauer meldete das Schiedsrichterinnen-Team, nach Eintritts- und Dauerkartenzählung waren es 109 und damit eine gute Schätzung des Gespanns. In dieser Sache herrschte also Klarheit. Das galt im Grunde auch für den ersten Durchgang des Relegations-Hinspiels zwischen den Kickers-Frauen und der Regionalliga-Ausstattung der Eintracht Frankfurt.

 

Munterer Schlagabtausch

 

In munterem Schlagabtausch sahen die ZuschauerInnen Torszenen auf beiden Seiten. Mal rettete die Latte das Würzburger Team vor dem Gegentor, meistens aber die Keeperin in Kombination mit ihrer Viererkette. Irgendjemand stand immer richtig gut im Weg, um den Torabschluss zu verhindern. Und wurde es, wie in der 29. Minute doch mal eng, verfehlte die heranstürmende Frankfurterin eher weiter denn näher das Ziel. In der 40. Minute dann noch ein Freistoß der etwas gravierenderen Sorte, nah am Strafraum, letztlich aber weniger nah am Tor.

 

Auf der anderen Seite machten die Kickers-Frauen vor allem zwischen der 20. und 30. Minute immer wieder Druck auf das Gehäuse der Hessinnen. Ein aus der Ferne bereits im Netz zappelnder Abschluss wurde von einer Frankfurterin noch von der Linie gedroschen, was den Gästen auch umgekehrt ganz gekonnt beim mindestens merkwürdigen Pfiff zum indirekten Freistoß nach Wiederanpfiff gelang.

 

Indirekt aus drei Metern

 

Die Frankfurter Keeperin kann einen Ball im Fallen nicht sichern, Laura Eisler fischt dazwischen und berührt den Ball. Die Entscheidung der Torfrau, den Ball nochmal aufgreifen zu wollen, quittiert die Unparteiische mit einem Pfiff, keine Sekunde später schiebt Laura Eisler den Ball ins Netz. Was sich als nutzlos erwies, weil die Schiedsrichterin bei ihrer Entscheidung für einen indirekten Freistoß blieb und sich jede Frankfurterin auf die Linie stellte. Nur der Bus stand nachweislich auf dem Parkplatz.

 

Letztlich blieb es auch nach diesem Aufreger tor- aber keinesfalls emotionslos. Die 109 ZuschauerInnen, zumindest jene mit Sympathie für die Kickers-Frauen, waren ob des aberkannten Tores noch einige Minuten in Rage. Fortan rannten die Heuchelhöferinnen immer wieder auf das Tor der Hessinnen an, umgekehrt waren auch die Eintracht-Frauen um das erlösende Tor bemüht. Zupackende Defensivarbeit verhinderte für beide Teams den Rückstand.

 

Sehr glatt rot

 

Nach einer Rempelei mit der Auswechselbank sieht die erst eingewechselte Nummer 7 noch rot für unsportliches Verhalten, weitere Spielerinnen bewarben sich bei der Unparteiischen um einen farbigen Karton, waren damit aber letztlich erfolglos, wenngleich der eine doer andere Kommentar oder weggeschossene Ball der Hessinen durchaus zu mehr hätte motivieren können.

 

In der 93. Minute hat dann noch Anne Förster ihren großen Moment. Die nach einer längeren Verletzung in der Startelf debütierende Innenverteidigerin parierte einen Nachschuss der Frankfurterinnen auf der Linie. Allzu oft war die stark haltende Keeperinnen auf ihre Assistenztorfrau aber nicht angewiesen, so dass es letztlich beim Null-zu-Null blieb. Das aber war nie langweilig.

 

Foto: Paul Zottmann

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