13. Spieltag 2020/21


 

09.05.2021

Falsche Kragenweite und vierzig Meter

1. FC Köln
7 : 2
FC Würzburger Kickers

Spielbericht

Gegen herausragend aufspielende Kölnerinnen sind die Rothosen letztlich chancenlos. Auch wenn eine desolate Leistung der Unparteiischen letztlich zu Ungunsten beider Teams ausfiel und die Schwalbe in der Anfangsphase den unberechtigten Strafstoß gegen die Kickers brachte, gingen die Rheinländerinnen letztlich als verdiente Siegerinnen und nunmehr feststehende Aufsteigerinnen in die 1. Bundesliga vom Platz. Immerhin das Tor des Monats aus vierzig Metern konnten die Kickers-Frauen zum Spielbericht beitragen.

 

Der oft zitierte Spruch einer Klasse für sich, selten traf er einen Spielverlauf letztlich so gut wie die Niederlage der Kickers gegen hoch motivierte Kölnerinnen. Die Gastgeberinnen zeigten sich taktisch gut aufgestellt und kamen intensiver in die Zweikämpfe. Zudem spielte der Rückfall in ein Kick-and-Rush-Muster der Würzburgerinnen der körperlich überlegenen Kölnerinnen in die Hände. Dass die Rothosen einem frühen Rückstand durch einen Strafstoß in der 5. Minute hinterher rennen mussten war bereits Strafe genug.

 

Dass dieser Strafstoß aus der Kategorie „Neymar-Schwalbe“ von der kaum fünf Meter entfernt stehenden Unparteiischen überhaupt gegeben wurde, trug zusätzlich nicht zur Motivation der Rothosen bei. Wenn es je einen Sinn für einen Videoschiedsrichter gab, in dieser Spielsituation wäre der Einsatz mehr als angemessen gewesen. Überhaupt hatten beide Teams ausreichend Grund zur Klage über eine Leistung, die zuweilen Schlimmeres auch der Würzburgerinnen verhindert hatte.

 

Insgesamt spielten die Kölnerinnen ihr routiniertestes und abgeklärtestes Spiel der Saison, Einsatzwille, taktische Umsetzungen, früh angenommene und gewonnene Zweikämpfe waren neben der mit zahlreichen Bundesliga- und Nationalspielerinnen aufgeforstete Kader die Bestandteile für das Erfolgsrezept. Der frühe Rückstand bedeutete eine offensivere Ausrichtung der Kickers, was bereits in der ersten Halbzeit zu entsprechenden Kontertoren führte.

 

Im zweiten Durchgang kamen die Rothosen erst nach etwa zwanzig Minuten besser ins Spiel. Offensiv gelangen mehr Aktionen und zwei Anschlusstreffer von Nicole Kreußer und Laura Gerst waren die Folge. Zum einen hatten die Kölnerinnen das Tempo aus dem Spiel genommen, zum anderen nutzten die Kickers-Frauen durch Kombinationsspiel besser die wenigen offenbarten Lücken der Rheinländerinnen. Immerhin das Tor des Tages ging als Scorerpunkt an die Unterfränkinnen. Aus knapp 40 Metern überwand Gerst die viel zu hoch stehende Kölner Keeperin und verschaffte so einen sehr sehenswerten Ehrentreffer.

 

In den kommenden zehn Tagen stehen nun mit Ingolstadt, Frankfurt und Andernach direkte Konkurrentinnen auf dem Spielplan und es bleibt zu hoffen, dass der Schiedsrichter-Obmann weniger hektisch Notizen zum Spiel machen muss.

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